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wir fahren nach kroatien

so, und dann geht nochmal jeder pinkeln und dann gehts los... Unser letzter kroatienbesuch lag schon mehr als 7 monate zurueck und so ergab sich durch den release von katalognummer 18 unseres kroatisch-italienischen produzentenduos alan sforzina und daniele papini (projektname “grafit” = graz-firenze-techno) ein netter anlass mit den beiden eine rauschige release-party zu feiern. Also freuten wir uns tierisch, packten noch “Schoener:Feiern”-veranstalterhaelfte hr.klotz ins gepaeck und machten uns in des hausjuristen gillessen’s gefaehrt auf den weg nach pula. Sven liess keine chance vergehen, uns bei jeder gelegenheit daran zu erinnern, dass vor allem die huebschen frauen vor ort in der regel ein garant fuer tolle partys sind. So kam dann am Samstag um zwoelf der obligatorische uhrenvergleich, und dann gings auch wirklich los.

fahren, fahren, fahren auf der autobahn

das schoene an einer langen, vierkoepfigen autofahrt ist die tatsache, dass alte kindheitstraumata zum vorschein gebracht werden. Wohl jeder, der im vorschulalter schon einmal mit seinen eltern die alpen ueberquert hat, kann sich sicher noch an acht sunkist-lose stunden und nervige alle neunzig minuten minutioes abzuhaltende pinkelpausen erinnern. So frei nach dem motto “du pinkelst jetzt, egal was rauskommt!” ... acht stunden waren es dann doch nicht ganz aber sieben stunden und vierzig liter diesel spaeter standen wir dann zu fuessen des amphitheater in pula und verrichteten hinter dem naechstgelegenen gebuesch die letzte der laut bookingvertrag zugesicherten und nach zeitplan zu verrichtenden pinkelpausen. Arbeitsrecht ist was schoenes (anmerkung des hausjuristen: veto!!, aber der erhebt auch veto bei total coolen plasticmanmeassigen hubschraubergeraeuschen, die aus halbgeoeffneten tuerfenstern eines handelsueblichen vw-golf 3 bei einer geschwindigkeit zwischen 55 und 59 km/h resultieren), nur wer dabei war, kann auch mitreden.

aufbau der soundanlage

viele bookings sind allein durch die tatsache langweilig, dass man keinen einfluss auf die fachgerechte verkabelung der soundanlage und positionierung der zur sounderzeugung notwendigen hilfsmittel nehmen kann. Ganz anders diesmal. Unser klagen wurde erhoert und wir verbrachten die zeit zwischen 19.30 uhr und 22.30 uhr (man beachte die offizielle cluboeffnungszeit ab 22.00 uhr) mit kabel rein, kabel raus, plattenspieler schieb, mischpult rueck, monitorbox heb, wodka lemon aus lauter frust sauf, kabel doch wieder raus, barfrau auscheck, scheisse linke anlagenhaelfte funzt nicht, kabel umsteck, naechster wodka lemon drink, anlage faellt komplett aus, lieber auf gratis-beachparty um die ecke vorbeischau, etc. Um es kurz zu machen: die vorzeichen fuer eine nette party sehen dann doch eher anders aus. Um 23.00 uhr war es uns dann zu bloed, und mit einer schachtel pizzaresten und einer mittelgrossen portion demotivation machten wir uns auf den weg zurueck ins appartement zwecks duscherei zum wiederklarenkopfkrieg wegen zuviel wodkalemondrinkvorpartybeginn.

die party

wider erwarten waren bei einkehr gegen halb eins doch schon einige leute anwesend, die die tanzflaeche allerdings noch mieden wie der teufel das weihwasser. Das war wohl im wesentlichen auf die mittlerweile hervorragend funktionierende soundanlage zurueckzufuehren, mit deren potenzialausreizung daniele versuchte den leuten den stock aus dem arsch zu ziehen. Um kurz nach eins sagten sich alex und sven dann, rann an den speck, und was tun fuers geld. Spaetestens jetzt raechte sich der durch vorher beschriebene technische probleme ausgefallene soundcheck, doch zwei profis wie die beiden kennen da gar nichts und holen diesen auch noch bei einem mittlerweile ganz gut gefuellten club skrupellos nach. Um es auf den punkt zu bringen: die ersten zwanzig minuten waren desastroes!! Wie auch immer, probleme sind dazu da geloest zu werden und irgendwann gewoehnt man sich auch an die widrigsten umstaende. Und so steuerte die party ab 1.30 uhr auf das unvermeidliche zu: abfahrt par excellence bei einem der beruechtigsten partyvoelker auf gottes erden: dem kroatischen! Soundmaessig ging es in einer etwas haerteren gangart zur sache (die kroaten koennen nicht anders), was nicht besser durch alex letzte platte “stigmata 10” veranschaulicht werden koennte. Trotz aller haerte gab es dann aber doch einige momente, die verdeutlichen, was so ein dj-live-kombiset so einzigartig macht: sequenzen und groove-patterns von sven gepaart mit stuff aus dem case von alex, verfeinert durch effektspielerein mit komplizen wie redsound’s cycloops, alesis’ air-fx oder korg’s kaospad. Trotz aller anfaenglichen befuerchtungen war die party dann doch so richtig am kochen und die zeit war reif fuer grafit’s live-act, der den anwesenden die tracks ihrer toneman platte “tarito” (tman 18) naeher bringen sollte. Nach dem live-act zwischen 4.00 und 4.30 uhr dann noch ein dj-set von alen sforzina, der bis zum zu frueh durch eine derbe lichtanschaltaktion angeordneten ende um 5.23 uhr ein tadelloses und praezise gemixtes techno-geschoss auf die verschwitzten partyanimals abfeuerte. Licht an. Musik an. Ohren pfeifen. Operation gelungen. Der einzige, der boese blicke erntete war in diesem moment kollege dedek, dessen prophezeiungen bezueglich ausschliesslich “monstermaessiger chefbunnis” sich keineswegs bewahrheiteten. Nicht dass etwa keine huebschen maedels da gewesen waeren, die gab es durchaus, nur war der testosteron-anteil bei den besuchern wesentlich zu hoch. Bei der ueberschaubaren anzahl huebscher frauen konnte es einer unserer kollegen, der aus privaten gruenden hier nicht erwaehnt werden moechte, den ganzen abend ueber uebrigens nicht lassen, am ende doch vergebliche versuche zu starten seinem berufswunsch klemptner folge zu leisten. Erstens kommt es anders, und zweitens als er dachte.

getraenkekonsum

unbedingt anmerken muessen wir an dieser stelle auch noch den netten hinweis des netten clubbesitzers, der uns nach der party durch einen boten uebermitteln liess, dass er durch unseren alkohlokonsum die hoechste freigetraenkeliste ever zu verzeichnen hatte und dass wir uns mal darueber gedanken machen sollten, ob getraenke im gegenwert von 500 kuna (ca. 40 longdrinks) nicht etwas viel waren. Die jaegermeisterliste hatte er zu diesem zeitpunkt wohl noch nicht entdeckt...

fazit unseres hausjuristen

im namen des partyvolkes ergeht folgendes urteil: aufgrund des vorliegenden sachverhalts sieht es das gericht als erwiesen an, dass die laermgeplagten sich eines vorsaetzlich begangenen landfriedensbruchs in mittaeterschaft schuldig gemacht haben. Sie haben deswegen eine freihabstrafe von 2 tagen im gefaengnis koerperlicher unbeweglichkeit zu verbuessen. In anbetracht der verdienste der angeklagten im sinne der voelkerverstaendigung kann die strafe zur bewaehrung ausgesetzt werden.